Synthetische Schmierstoffe

Ein synthetischer Schmierstoff ist ein Schmiermittel, dessen Grundöl ganz oder teilweise aus gezielt hergestellten synthetischen Grundölen besteht. Diese werden durch chemische Synthese oder andere definierte Herstellungsverfahren erzeugt, um bestimmte Eigenschaften für anspruchsvolle Anwendungen zu erreichen.

Synthetische Schmierstoffe reduzieren Reibung und Verschleiß zwischen beweglichen Bauteilen. Abhängig von ihrer Zusammensetzung können sie beispielsweise eine hohe Temperaturbeständigkeit, ein günstiges Viskositäts-Temperatur-Verhalten oder eine gute Alterungsbeständigkeit aufweisen.

Zu den wichtigen synthetischen Grundöltypen zählen Polyalphaolefine (PAO), synthetische Ester und Polyalkylenglykole (PAG). Sie unterscheiden sich unter anderem hinsichtlich ihrer Schmierwirkung, Temperaturbeständigkeit, Materialverträglichkeit und ihres Verhaltens gegenüber Wasser.

Welche Eigenschaften ein synthetischer Schmierstoff tatsächlich besitzt, hängt vom verwendeten Grundöl, den Additiven und der gesamten Formulierung ab. Nicht jeder synthetische Schmierstoff ist für jede Anwendung geeignet.

Der wesentliche Unterschied liegt in der Herstellung und Zusammensetzung des Grundöls. Mineralölbasierte Schmierstoffe werden aus aufbereiteten Erdölfraktionen hergestellt. Synthetische Grundöle entstehen dagegen durch gezielte chemische oder andere definierte Herstellungsverfahren.

Synthetische Schmierstoffe lassen sich dadurch auf bestimmte Anforderungen abstimmen. Je nach Grundöl können sie beispielsweise bei hohen oder niedrigen Temperaturen, langen Betriebszeiten oder besonderen Belastungen Vorteile bieten.

MerkmalSynthetische SchmierstoffeMineralölbasierte Schmierstoffe
GrundölSynthetisch hergestelltAus aufbereiteten Erdölfraktionen
TemperatureigenschaftenJe nach Grundöl für anspruchsvolle Temperaturbereiche geeignetAbhängig von Grundöl und Formulierung
AlterungsbeständigkeitKann bei geeigneter Formulierung hoch seinAbhängig von Ölqualität und Einsatzbedingungen
EinsatzbereicheUnter anderem anspruchsvolle industrielle AnwendungenBreites Spektrum industrieller Standardanwendungen
KostenHäufig höhere AnschaffungskostenHäufig wirtschaftlich bei Standardanwendungen

Die Bezeichnung „synthetisch“ allein garantiert keine bestimmte Leistungsfähigkeit. Für einen sachgerechten Vergleich sind die technischen Daten, die Freigaben und die Anforderungen der jeweiligen Anwendung entscheidend.

Synthetische Schmierstoffe können insbesondere dann Vorteile bieten, wenn Maschinen und Anlagen unter anspruchsvollen Bedingungen betrieben werden. Die konkreten Eigenschaften hängen vom jeweiligen Grundöl und der Formulierung ab.

Zu den möglichen Vorteilen zählen:

  • Gute Temperaturbeständigkeit: Bestimmte synthetische Grundöle eignen sich für Anwendungen mit hohen oder niedrigen Betriebstemperaturen.
  • Günstiges Viskositäts-Temperatur-Verhalten: Die Viskosität kann sich bei geeigneter Formulierung über einen größeren Temperaturbereich vergleichsweise günstig verhalten.
  • Hohe Oxidationsbeständigkeit: Geeignete Formulierungen können die Alterung des Schmierstoffs unter thermischer Belastung verlangsamen.
  • Lange Einsatzdauer: Unter passenden Betriebsbedingungen können längere Schmierstoffstandzeiten möglich sein.
  • Zuverlässiger Verschleißschutz: Auf die Anwendung abgestimmte Additive unterstützen den Schutz belasteter Bauteile.
  • Potenzial zur Energieeinsparung: Eine geeignete Viskosität und geringe Reibungsverluste können den Energiebedarf bestimmter Anlagen reduzieren.

Diese Vorteile sind nicht bei jedem Produkt gleichermaßen vorhanden. Auch die tatsächliche Lebensdauer und mögliche Energieeinsparungen müssen anhand der konkreten Betriebsbedingungen beurteilt werden.

Synthetische Schmierstoffe unterscheiden sich vor allem durch die Art ihres Grundöls. Die Auswahl richtet sich nach den Anforderungen der Schmierstelle und den Eigenschaften, die im Betrieb benötigt werden.

Polyalphaolefine (PAO)

PAO sind synthetische Kohlenwasserstoffe. Sie werden unter anderem in Getriebeölen, Kompressorenölen und weiteren industriellen Schmierstoffen eingesetzt. Je nach Formulierung bieten sie gute Tieftemperatureigenschaften und eine hohe Oxidationsbeständigkeit.

Synthetische Ester

Ester können beispielsweise eine gute Schmierfähigkeit und ein günstiges Viskositäts-Temperatur-Verhalten aufweisen. Ihre Eignung hängt unter anderem von der Esterart, der thermischen Belastung und der Materialverträglichkeit ab.

Polyalkylenglykole (PAG)

PAG-Grundöle werden unter anderem in bestimmten Industriegetrieben und Spezialanwendungen verwendet. Je nach Typ können sie besondere Reibungseigenschaften bieten. Ihre Verträglichkeit mit anderen Schmierstoffen, Dichtungen, Lacken und Metallen muss jedoch geprüft werden.

Daneben gibt es weitere synthetische Grundöltypen und Mischungen. Entscheidend ist deshalb nicht allein die Grundölart, sondern die Eignung des fertig formulierten Produkts für den vorgesehenen Einsatz.

Synthetische Schmierstoffe kommen in zahlreichen industriellen Bereichen zum Einsatz, insbesondere wenn hohe Anforderungen an Temperaturverhalten, Verschleißschutz, Alterungsbeständigkeit oder Schmierstoffstandzeit bestehen.

Typische Anwendungsbereiche sind:

  • Industriegetriebe mit besonderen Anforderungen an Temperatur und Belastung
  • Kompressoren und Verdichter
  • Lager und Maschinenkomponenten mit anspruchsvollen Betriebsbedingungen
  • Anlagen mit stark schwankenden Umgebungstemperaturen
  • Spezialanwendungen, bei denen definierte Reibungs- oder Materialeigenschaften erforderlich sind

Auch in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie können speziell formulierte synthetische Schmierstoffe eingesetzt werden. Dabei müssen die Anforderungen der jeweiligen Anwendung sowie gegebenenfalls erforderliche Registrierungen und Hygienevorgaben berücksichtigt werden. Für Anwendungen mit möglichem unbeabsichtigtem Lebensmittelkontakt ist beispielsweise die konkrete NSF-Registrierung des Produkts relevant.

Der geeignete synthetische Schmierstoff muss auf die Maschine, die Schmierstelle und die Betriebsbedingungen abgestimmt sein. Ein Wechsel auf einen synthetischen Schmierstoff ist nicht automatisch sinnvoll, nur weil dieser als leistungsfähiger gilt.

Bei der Auswahl sollten insbesondere folgende Kriterien berücksichtigt werden:

  • Viskosität: Sie muss zur Belastung, Drehzahl und Betriebstemperatur passen.
  • Temperaturbereich: Der Schmierstoff muss bei den zu erwartenden Betriebs- und Umgebungstemperaturen zuverlässig funktionieren.
  • Materialverträglichkeit: Dichtungen, Kunststoffe, Lacke und Metalle müssen mit dem Schmierstoff verträglich sein.
  • Schmierstoffverträglichkeit: Beim Wechsel sind die Mischbarkeit mit dem bisherigen Produkt und gegebenenfalls notwendige Umstellungsmaßnahmen zu prüfen.
  • Herstellerfreigaben: Die vorgeschriebenen Spezifikationen und Freigaben der Maschinen- oder Anlagenhersteller müssen eingehalten werden.
  • Wirtschaftlichkeit: Neben dem Einkaufspreis zählen auch Wartungsaufwand, Schmierstoffstandzeit, Energieverbrauch und mögliche Stillstandskosten.

Vor einem Produktwechsel sollten die technischen Datenblätter und die Vorgaben des Anlagenherstellers geprüft werden. Insbesondere bei unterschiedlichen Grundöltypen ist eine pauschale Annahme der Mischbarkeit nicht sinnvoll.

Bremer & Leguil entwickelt und produziert Spezialschmierstoffe für unterschiedliche industrielle Anforderungen. Welcher Schmierstoff geeignet ist, richtet sich unter anderem nach der Anwendung, den Betriebsbedingungen und den technischen Vorgaben der Anlage.

Bei anspruchsvollen Anwendungen können synthetische Schmierstoffe eine geeignete Lösung sein, sofern ihre Eigenschaften auf den konkreten Einsatz abgestimmt sind. Unser kompetenter Außendienst unterstützt Sie bei Fragen zur Auswahl des passenden Schmierstoffs.

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Sind synthetische Schmierstoffe besser als mineralölbasierte Schmierstoffe?

Nicht grundsätzlich. Synthetische Schmierstoffe können bei bestimmten Temperaturbedingungen, Belastungen oder Anforderungen an die Standzeit Vorteile bieten. Für viele Standardanwendungen sind mineralölbasierte Produkte ebenfalls geeignet. Entscheidend sind die technischen Anforderungen und die Herstellerfreigaben.

Sind synthetische Schmierstoffe temperaturbeständiger?

Viele synthetische Grundöle eignen sich für anspruchsvolle Temperaturbereiche. Wie temperaturbeständig ein Schmierstoff tatsächlich ist, hängt jedoch von der Grundölart, den Additiven und der gesamten Formulierung ab.

Kann man synthetische und mineralölbasierte Schmierstoffe mischen?

Nicht ohne vorherige Prüfung. Die Mischbarkeit hängt von den verwendeten Grundölen und Additivsystemen ab. Auch bei grundsätzlich mischbaren Produkten können sich die Eigenschaften der Mischung verändern. Maßgeblich sind die Herstellerangaben.

Welche Umweltbedenken gibt es bei mineralölbasierten Schmierstoffen?

Mineralölbasierte Schmierstoffe werden aus Erdöl hergestellt, einem fossilen Rohstoff. Seine Gewinnung und Verarbeitung sind mit Umweltbelastungen verbunden. Gelangen Schmierstoffe durch Leckagen, Verschütten oder unsachgemäße Entsorgung in den Boden oder in Gewässer, können sie Organismen und Ökosysteme beeinträchtigen. Das tatsächliche Umweltrisiko hängt unter anderem von der Zusammensetzung des Produkts und den Einsatzbedingungen ab. Eine sachgerechte Handhabung, die Vermeidung von Leckagen und die fachgerechte Entsorgung sind deshalb besonders wichtig.

Sind synthetische Schmierstoffe umweltfreundlicher als Mineralöle?

Nicht automatisch. Synthetische Schmierstoffe können bei geeigneter Formulierung durch längere Standzeiten und geringeren Wartungsbedarf Ressourcen einsparen. Ihre Herstellung kann jedoch ebenfalls energie- und ressourcenintensiv sein. Auch synthetische Produkte können bei einem Eintrag in die Umwelt problematisch sein. Für die Beurteilung sind deshalb die konkrete Zusammensetzung, die biologische Abbaubarkeit, die potenzielle Umweltgefährdung und die Nutzungsdauer entscheidend. Für Anwendungen mit erhöhtem Risiko eines Umwelteintrags können speziell formulierte, biologisch besser abbaubare Schmierstoffe eine Alternative sein.

Anfahrtsskizze Produktion/Lager von Bremer & Leguil GmbH

Ihr Weg zu Bremer & Leguil

Mit dem Auto
Verlassen Sie die A59 an der Ausfahrt 13 DU-Wanheimerort. Aus Richtung Duisburg kommend biegen Sie rechts ab. Aus Richtung Düsseldorf kommend biegen Sie links ab. Sie befinden sich nun auf der Wacholderstraße und folgen dieser. An der zweiten Ampel biegen Sie links in die Düsseldorfer Straße ein. Folgen Sie dem Straßenverlauf für ca. 1,5 km. Biegen Sie an der Ampel rechts in die Neuenhofstraße ein. Folgen Sie dem Straßenverlauf über die nächste Kreuzung hinweg. Nach ca. 300m befindet sich das Bremer & Leguil Lager mit der Hausnummer 101 auf der linken Seite.

Hinweis zur Navigationseingabe:
Bitte geben Sie in Ihrem Navigationsgerät „Neuenhofstraße 90“ ein, da die korrekte Hausnummer 101 zu einer verschlossenen Einfahrt führt.

Anfahrtsskizze Verwaltung von Bremer & Leguil GmbH

Ihr Weg zu Bremer & Leguil

Mit dem Zug
Bremer & Leguil befindet sich 10 Gehminuten vom Bahnhof entfernt. Vom Hauptausgang gehen Sie über den Bahnhofsvorplatz hinweg und folgen nach rechts der Mercatorstraße. Gehen Sie dann links in die Königsstraße (Fußgängerzone). Am Rundbrunnen „Lifesaver“ biegen Sie rechts in die Straße „Am Burgacker“. Nach der Ampelquerung befindet sich Bremer & Leguil in 50m auf der rechten Seite.

Mit dem Auto
Aus Richtung Düsseldorf:
Verlassen Sie die A59 an der Ausfahrt 10 DU-Duissern. Biegen Sie rechts ab und folgen der Straße. An der nächsten Ampel biegen Sie rechts in die Landfermannstraße. Folgen Sie dem Straßenverlauf und biegen Sie nach der dritten Ampel rechts in die Straße „Am Burgacker“ ein.
Aus Richtung Dinslaken:
Verlassen Sie die A59 an der Ausfahrt 10 DU-Duissern. Biegen Sie rechts ab und folgen dem Straßenverlauf bis zur dritten Straße links. Dort biegen Sie in die Moselstraße ab. An der nächsten Kreuzung rechts in die Fuldastraße. Nach ca. 100m biegen Sie links in „Am Burgacker“ ein.